James und andere Affen

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Wer auf Bildbände und dergleichen steht, dem sei oben erwähntes Buch des Fotografen James Mollison empfohlen. Er zeigt dort ausschließlich Frontalportraits von Menschenaffen aus Pflegestationen, Zoos und Schutzgebieten, Bilder von Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans, in Aufnahmen wie sie bisher eigentlich nur dem Menschen selbst vorbehalten waren. Durch die Fokussierung auf die Gesichter der Tiere wird der Betrachter von der fast schon verstörenden und subtil eingefangenen Diversität, der Tiefe und der Charakterfülle gefangen.

Ein überwiegender Teil der abgebildeten Affen sind Waisen, teils durch den Handel mit Buschfleisch, teils durch Kriege, Wilderei und Tierhandel aus ihrem Umfeld gerissen, mit ihren Lebesgeschichten im Anhang, nur der Name und das Foto reichen hier vorerst zum Kennenlernen. Und dieses Kennenlernen überrascht von Gesicht zu Gesicht.

Die Primatenforscherin Jane Goodall geht im Vorwort auf die beklemmende Geschichte einzelner Affen und die wenig erbauliche Zukunftsperspektive ihrer Artgenossen ein und schafft eine tolle Überleitung zu den 50 Fotos im Mittelteil.

Weiterführende Links zum Thema gibt es hier.

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