Whale Wars II

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An dieser Stelle nun mal ein längst überfälliges Update zur Operation Musashi bzw. eine kleine Zusammenfassung derselben. Es hat sich schließlich einiges getan.

Dem Sea Shepherd-Schiff Steve Irwin war es am 20. Dezember 2008 nach etwas Versteckspiel und Taschenspielerei gelungen die japanische Hochsee-Schlachtfabrik Nisshin Maru beim Walfang in antarktischen Gewässern zu stellen, in einer Region die unter australischer Hoheit steht, in der jegliche Jagd auf Wale unter gerichtlicher Anordnung verboten ist und zudem der wirtschaftlichen Autorität Australiens untersteht – Was jedoch die Regierung keineswegs dazu bewegt diese Treiben im Polarmeer zu unterbinden und zudem von japanischer Seite aus die Anerkennung verweigert bekommt.

Einen ersten Versuch mittels eines Schnellboots das Harpunenschiff Yushin Maru #2 zu erreichen und mit etwas angegrünter Butter einzudecken fiel der feindlichen Witterung zum Opfer. Was dann begann war eine filmreife Verfolgungsjagd durch eisberggesäumte, aufgerauhte See in deren Verlauf die Steve Irwin die japanische Flotte aus den Augen verlor. Meterhohe Dünungen, das zu hohe Risiko den Hubschrauber einzusetzen und Eisberge die partout den Weg nicht freigeben wollten taten ein Übriges. Das verfolgte japanische Schiff, die Yushin Maru #2 jedoch hat augenscheinlich bei ihrer überstürzten Flucht einen so erheblichen Schaden genommen daß sie zur Reparatur einen indonesischen Hafen anlaufen musste (neuseeländische und australische Häfen verweigern den Walfängern das Einlaufen) – um dort durch die Intervention von 3 australischen Politikern unverrichteter Dinge aus dem Hafen ausgewiesen zu werden. Hell Yeah! Wo sich das ohne sein Mutter- bzw. Fabrikschiff Nisshin Maru praktisch nutzlose Meereswrack momentan befindet ist mir leider nicht bekannt.

Am 26. Dezember 2008 jedoch konnte mit der Sichtung des Walfängers Kaiko Maru wieder ein Erfolg vermeldet werden. Das Schiff wurde mit ranziger Butter und abriebfester Farbe eingedeckt, mit folgendem Resultat:

„That is one stinky slippery ship.“ 2nd Officer Peter Hammarstedt

Hier ein Ausschnitt im youtube-Video:


Es gelang schließlich die Japaner aus der australischen Wirtschaftssperrzone zu jagen und – was noch viel wichtiger ist – den japanischen Jagdprozess an sich insofern empfindlich zu stören als dass die Nisshin Maru und ihre Flügelmänner seit dem ersten Zusammentreffen mit der Steve Irwin ihrer Hauptaufgabe, der Jagd, nicht mehr nachkommen konnten. Nach 2 Wochen erbitterter Verfolgung kehrte Sea Shepherd am 2. Januar zum Auftanken an Land zurück.

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