Fuck your Yankee Blue Jeans

Immer wieder gut: Clerks.

That’s beautiful, man!

Der kam mal irgendwann Mitte der Neunziger auf irgendeinem Dritten Programm – weiß der Geier warum ich den damals aufgenommen hab – jedenfalls musste der Film dann mindestens einmal in der Woche den Lapdance für mich machen, und zwar so lange bis das Tape vor Überanstrengung in einem riesigen Polystyrol-Feuerball von mir ging. Vielleicht hab ich ihn aber auch nur verliehen, nie zurückbekommen und der finale Rauch der Explosion war ein ganz anderer…

Daß die Protagonisten dann allerdings filmtechnisch nochmal richtig nachlegten (quantitativ), der geneigte Leser denkt da wohl an Mallrats, Dogma und Clerks 2, hab ich dann vor lauter Tunnelblick nicht mehr mitbekommen. Zudem bin ich sowas von Underground (quasi als einer der Erstseher von Clerks) daß ich sowas auch nicht mehr nötig hab.

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James und andere Affen

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Wer auf Bildbände und dergleichen steht, dem sei oben erwähntes Buch des Fotografen James Mollison empfohlen. Er zeigt dort ausschließlich Frontalportraits von Menschenaffen aus Pflegestationen, Zoos und Schutzgebieten, Bilder von Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans, in Aufnahmen wie sie bisher eigentlich nur dem Menschen selbst vorbehalten waren. Durch die Fokussierung auf die Gesichter der Tiere wird der Betrachter von der fast schon verstörenden und subtil eingefangenen Diversität, der Tiefe und der Charakterfülle gefangen.

Ein überwiegender Teil der abgebildeten Affen sind Waisen, teils durch den Handel mit Buschfleisch, teils durch Kriege, Wilderei und Tierhandel aus ihrem Umfeld gerissen, mit ihren Lebesgeschichten im Anhang, nur der Name und das Foto reichen hier vorerst zum Kennenlernen. Und dieses Kennenlernen überrascht von Gesicht zu Gesicht.

Die Primatenforscherin Jane Goodall geht im Vorwort auf die beklemmende Geschichte einzelner Affen und die wenig erbauliche Zukunftsperspektive ihrer Artgenossen ein und schafft eine tolle Überleitung zu den 50 Fotos im Mittelteil.

Weiterführende Links zum Thema gibt es hier.

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Save the planet!

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Das muss jetzt aber als Argument genügen!

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Operation Musashi

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Am 4. Dezember hat die MV Steve Irvin, das Schiff der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society, mit 48 Besatzungsmitgliedern an Bord (inklusive u.a. der Hollywood-Schauspielerin Daryl Hannah) den Hafen von Brisbane verlassen um nach kurzem Tankstop das Rossmeer anzusteuern und dort der japanischen Walfangflotte um das Fabrikschiff Nisshin Maru auf unblutigem Wege das blutige Handwerk zu legen.

Die Fangquote der Japaner soll in diesem Jahr 935 Minkwale und 50 Finnwale betragen, wurde jedoch in den letzten Jahren nur teilweise eingehalten, nicht zuletzt durch das beherzte Eingreifen der Sea Shepherd Conservation Society. Prekär hierbei : Das Jagen in einer bestehenden Walschutzzone sowie das Umgehen des Walfang-Moratoriums von 1986 durch das Einordnen der eigenen Fänge als rein wissenschaftlicher Natur.
Nach verstärkter Gegenwehr der japanischen Flotte im letzten Jahr wird bei der diesjährigen Kampagne mit schwerem Geschütz seitens der Walfänger gerechnet, die inzwischen auch in der Heimat nicht zuletzt auch durch die Aufmerksamkeit die die weltweite Presse diesem Fall hat zuteil werden lassen, immer mehr kritischen Stimmen ausgesetzt sind. Hierzu Paul Watson, das Mastermind der Anti-Walfänger:

This year there will be no Australian or New Zealand ships in the waters of the Australian Antarctic Territory – only Japanese whaling ships, possibly a Japanese gunboat and the Steve Irwin and our crew.
But we’re not naïve. This will be our fourth voyage to the Southern Ocean. We are fully aware of how remote the area is, and we are completely aware of how dangerous the waters and the situation is, with icebergs, unpredictable weather, and violently defensive Japanese whalers.
We know the risks and we are prepared to accept them. The alternative is unacceptable. To do nothing as a thousand whales are condemned to die a violent death from the cruel and illegal explosive harpoons is not an option for us.

Das Aufeinandertreffen der beiden verfeindeten Parteien wird in den letzten 10 Dezembertagen 2008 erwartet, als kleine Infoquelle bzw. Teaser empfiehlt sich die Serie Whale Wars auf Animal Planet, für weiter ausholende und aktuellere Informationen die Homepage der Sea Shepherd Conservation Society oder die beiden Blogs Migaloo und deepwave die sehr umfassend, aktuell und Deutsch über dieses Thema informieren.

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Time to die

Bei oobject gibt es ein faszinierende Galerie mit Uhren aus verschiedenen Epochen die den Mahnruf ‚memento mori‘ vermitteln. Daß man sich damals so exzessiv mit dieser unumgänglichen Tatsache konfrontiert hat meiner Meinung nach sehr krude, noch verstörender jedoch ist diese Yuppie-Uhr (#6, klaro), bei deren Zeigermessage ich eigentlich eher ‚remember to call your coke dealer‘ erwartet hätte. Ebbt die Dekadenz der 80er langsam ab?

memento mori (via nerdcore)

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Gonzo Violence

Agoraphobic Nosebleed mit ihrem grammy-nominierten irgendwo in youtube-Untiefen ausgegrabenen Video zu ‚Pigs smell fear‘. So und nicht anders muss brutaler Grindcore visualisiert werden, und ich würde mich nicht wundern wenn denn der Drumcomputer, den die Band bei ihren Aufnahmen einsetzt, auch bei dem Video Regie geführt hätte.

Für die Qualität kann ich nix, kein Gemecker!

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Platte der Stunde I

Wolves In The Throne Room – Two Hunters

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Ist zwar schon von erstem Staub gesegnet (VÖ war wohl 2007) aber nichtsdestotrotz noch immer eine episch intensive, schwerverdauliche, naturnah/romantische Grenzerfahrung. Ein Review spare ich mir an dieser Stelle, dafür verweise ich auf eine wunderbar verfasste Kritik im Spex und auf ein Interview bei Vampster, oder einfach mal der Blick auf die Selbstbeschreibung der Band (Auszug):

It is the sound of roaring bonfires, the drunkenness of hot wine and mead, the loneliness and solitude of a strong hall in the forest, the quiet hum and peace of springtide. We sing a lament for our lost connection with nature; with magic and the ways of our ancestors.

Our philosophies are anti-modern, romantic and anti-human, a musical expression of an emerging eco-black metal consciousness that has taken root here in the Pacific North West.

Misanthropischer Eco-Warrior Black Metal (oder, wie Viceland schreibt, Green Metal) right from the woodlands. Hug a tree.

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